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15. September - Feuerwehren erproben Einsatz unter CSA

Für die Kinder auf dem angrenzenden Spielplatz sahen die Feuerwehrkameraden in ihren CSA-Anzügen aus, wie Besucher von einem anderen Stern. | Bild: Martina GerdesSchutzkleidung ist bei einem Gefahrgutunfall unverzichtbar

EGGELINGEN/MAG – Kürzlich führte der Gefahrgutzug des Landkreises Wittmund, bestehend aus Feuerwehrkameraden und Fahrzeugen der Ortsfeuerwehren Berdum, Burhafe, Eggelingen, Esens und Wittmund, auf dem Kirchplatz in Eggelingen eine Einsatzübung durch. Unterstützt wurden sie dabei von der Technischen Einsatzleitung des Landkreises. Dirk Jürgens, von der Ortsfeuerwehr Eggelingen, hatte die Übung ausgearbeitet und teilte mit, dass solche gemeinsamen Übungen viermal im Jahr an wechselnden Orten stattfinden.

Schwerpunkt dieser Übung war das Abdichten eines Tankanhängers unter CSA (Chemikalienschutzanzug). Dabei wurde erstmals der Übungstankanhänger genutzt, den die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Esens neu aufgebaut haben.

Nach dem Eintreffen des Gefahrgutzuges an der Einsatzstelle wurde die Unfallstelle abgesichert, die Unfallstelle erkundet und gemessen. Gleichzeitig konnte sofort mit dem Aufbau des Dekontaminationsplatzes begonnen werden.

Die körperliche Belastung einer Einsatzkraft in einem CSA ist extrem hoch. Der Träger ist in seiner Bewegung stark eingeschränkt. | Bild: Martina GerdesZeitgleich rüsteten sich zwei Trupps mit schwerem Atemschutz sowie den Chemikalienschutzanzügen aus. Am Übungsanhänger wurden verschiedene Leckagen simuliert. Die vorgehenden Trupps fingen die austretende Flüssigkeit auf und mussten nun entscheiden, welches Material zum Abdichten verwendet werden kann, damit sie den Tankwagen erfolgreich wieder verschließen konnten. Ebenso wurden Messungen durchgeführt, der Brandschutz sichergestellt, sowie der Einsatzverlauf dokumentiert. Die unmittelbar an der Unfallstelle eingesetzten Kräfte des Gefahrgutzuges durchliefen nach Beendigung ihres Einsatzes die verschiedenen Bereiche des Dekontaminationsplatzes. Dabei wurden sie von geschultem Personal gereinigt und aus ihrer verschmutzten Einsatzkleidung befreit.

Zum Glück handelte es sich bei diesem Einsatzszenario nur um eine Übung, die unter den Augen des Gefahrgutzugführers Horst Julius ablief. Er war mit dem Verlauf bestens zufrieden. Julius bedankte sich abschließend bei den Einsatzkräften aller beteiligten Feuerwehren für die Bereitschaft zu diesen zusätzlichen Übungen und auch für die vorausgehende Spezialausbildung. In diesem Zusammenhang wies er auf die nächste Großübung des Gefahrgutzuges Wittmund am 27. September in Etzel hin.